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Sonnenblumenöl

Das Sonnenblumenöl wird aus der Sonnenblume (lat. Helianthus annuus), die ihren großen Blütenkopf immer nach dem Lauf der Sonne richtet, gewonnen. Das Öl stammt aus den sehr nahrhaften Kernen. Sonnenblumenöl ist das meist verwendete Öl in der Küche, es wird für Salate, zum Braten und auch zum Backen verwendet. Es ist reich an Vitalstoffen, und deshalb sehr gut zum Ölziehen geeignet.

Herkunft

Ursprünglich stammt die Sonnenblume aus Nordamerika, dort wurde sie schon vor 4500 Jahren kultiviert. Ab dem 17. Jahrhundert wurde sie auch in Europa (v.a. Frankreich) und in Russland wegen ihrer Kerne angebaut. Für die Ölgewinnung wird sie erst seit dem 19. Jahrhundert verwendet. Heute sind die Hauptanbaugebiete vorwiegend China, USA, Russland, Ukraine, Europa und Argentinien.




Herstellung

SonnenblumenölVor der Verarbeitung werden die Kerne der Sonnenblume gereinigt, getrocknet und je nach Ölsorte geschält. Bleiben die Kerne ungeschält, erhält das Sonnenblumenöl eine dunkelgelbe Farbe und einen recht würzigen Geschmack.

Natives, kaltgepresstes Sonnenblumenöl wird hauptsächlich mit Schneckenpressen kleiner Ölmühlen gewonnen. Dieses Öl darf bei der Herstellung nicht über 30°C erhitzt werden. Durch dieses schonende Verfahren bleiben die vielen Vitamine und essentiellen Fettsäuren erhalten. Dieses Öl sollte nur in der kalten Küche benutzt werden, da bei Erhitzen Transfettsäuren entstehen. Diese haben nachweislich eine gesundheitsgefährdend Wirkung besonders im Herz-Kreislaufsystem.

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Raffiniertes Sonnenblumenöl wird durch Extraktion gewonnen. Hier wird das Öl bis zu 220°C erhitzt. Es hat eine helle Farbe und einen neutralen Geschmack, allerdings auch kaum mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Dieses Öl kann zum Kochen und Braten verwendet werden, da es einen hohen Rauchpunkt hat.

Qualität

High Oleic Sonnenblumenöl wird aus einer züchterisch (nicht gentechnisch!) veränderten Sorte gewonnen. Dieses Sonnenblumensorte hat den einen 4-fach höheren Gehalt an Ölsäure als die normale Sonnenblume. Durch den hohen Ölsäuren-Gehalt ist dieses Sonnenblumenöl hoch erhitzbar und ist länger haltbar. Es gibt auch raffiniertes High Oleic Öl in Bioqualität, meistens als „Bratöl“ bezeichnet. Dieses kann auch zum Frittieren verwendet werden und bildet keine Transfettsäuren.

Natives Sonnenblumenöl zeichnet sich durch seine gelbe Farbe und seinen nussigen Geschmack aus.

Lagerung

Das lichtempfindliche Sonnenblumenöl sollte stets kühl und dunkel gelagert werden. Das Öl ist verschlossen dann ungefähr ein Jahr haltbar. Nach dem Öffnen sollte es im Kühlschrank aufbewahrt werden und innerhalb eines halben Jahres aufgebraucht werden. Wenn das Öl im Kühlschrank ausflockt, liegt dies an den Wachsen, die bei der Pressung mit den Schalen ins Öl gelangt. Dies stellt keinen Qualitätsverlust dar. Bei Zimmertemperatur verflüssigen sich diese wieder.

Inhaltsstoffe

Natives Sonnenblumenöl ist reich an Vitaminen B, D, E und K, Kalzium, Phosphor, Silizium, Magnesium, Fluor, Spurenelementen und Lecithin und Carotinoiden. Es enthält 90% essentielle Fettsäuren, davon ca. 30% einfach ungesättigte Fettsäuren und 65% mehrfach ungesättigte. Die Linolsäure ist ein großer Bestandteil sowie α-Tocopherol. Dieses wirkt zellschützend und antioxidativ. Dieser Reichtum an Inhaltsstoffen machen Sonnenblumenöl zum Ölziehen interessant, da Inhaltsstoffe auch über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Zudem sind die Kerne selbst reich an biologischen hochwertigen Eiweiß, mehr als Fleisch, Eier und Käse. Und sie können in Verbindung mit Vitamin C als guter Eisenlieferant dienen.




Wirkung

Sonnenblumenöl kann den Cholesterinspiegel senken, Arteriosklerose entgegenwirken und das Herz-Kreislaufsystem unterstützen, wenn es regelmäßig verzehrt wird. Äußerlich hilft es bei Rheuma, trockener und spröder Haut und schlecht heilenden Wunden.

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Ölziehen mit Sonnenblumenöl

Dr. F. Karach hat für die ursprünglich russische Methode des Ölziehens natives Sonnenblumenöl empfohlen. Durch das Bewegen des Öls im Mundraum werden die Vitamine und Mineralstoffe des Sonnenblumenöls über die Schleimhäute aufgenommen. Gleichzeitig befreit das Öl den Mundraum von Keimen. Sonnenblumenöl ist günstig und für viele geschmacklich angenehm. Eine Theorie geht davon aus, dass Photonen (energiereiche Sonnenteilchen), die in der Pflanze enthalten sind, über die Mundschleimhaut resorbiert werden. Sie sollen für den Zellaufbau hilfreich sein.