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Sesamöl

Produkte aus Sesam, wie Samen, Mus oder Öl kennen wir meist von Backwaren, als die türkische Süßspeise Halva und als Zutat aus der asiatischen Küche. Sesam, Sesamwurzeln und Sesamöl werden außerdem therapeutisch und zur Hautpflege genutzt. Das Öl ist so hochwertig, dass es auch für die Babypflege verwendet werden kann.

Herkunft

Sesamöl

Sesamöl

Sesam (Sesamum indicum) ist eine der ältesten Ölsaaten der Welt. Ursprünglich stammt der Sesam aus Ostafrika. Von dort breitete er sich nach Indien, China und nach Lateinamerika aus. Heute wird er hauptsächlich im Sudan, in Burma, China und Indien angebaut.

Herstellung

Das Öl wird aus den Samen der krautigen, einjährigen Pflanze gewonnen. Sesam ist eine der fettreichsten Ölpflanzen weltweit, der Fettanteil liegt bei 50-60%. Weil die 70-100 Samen in den Samenkapseln unterschiedlich reifen, werden sie meist per Hand geerntet. Durch Kaltpressung, Heißpressung, Extraktion oder Raffination wird dann das aromatische Öl gewonnen. Man erhält je nach Gewinnungsverfahren helles oder dunkles Öl. Das dunkle Sesamöl stammt von Samen, die vor dem Pressvorgang geröstet werden, das helle stammt von naturbelassenen Samen. Durch das Rösten wird der Geschmack des Öls intensiver. Wie bei allen anderen Ölen ist hier auch immer die Kaltpressung allen anderen Verfahren zu bevorzugen. Durch Raffination, Extraktion und Heißpressung gehen zu viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren und bei zuviel Hitze entstehen aus den gesunden essentiellen Fettsäuren ungesunde Transfettsäuren. Kaltgepresste Öle stammen meist aus biologischen Anbau.

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Qualität

Die Qualität des Sesamöls hängt von der Art der Ölgewinnung ab. Für therapeutische Zwecke sollte nur kaltgepresstes und nicht geröstetes Öl verwendet werden. Auch für das Ölziehen eignet sich das geröstete nicht so gut, da durch das Erwärmen beim Röstvorgang wichtige Stoffe fehlen, die bei der Entgiftung helfen. Für die kulinarische Verwendung wird gerne das Öl aus gerösteten Samen wegen seines intensiven Geschmacks verwendet. Jedoch ist auch hier das ungeröstete auf Grund der wertvollen Inhaltsstoffe zu bevorzugen.

Lagerung

Sesamöl lässt sich wegen seiner besonderen Zusammensetzung und den Antioxidantien Sesamin und Sesamolin recht lange lagern. Das Öl ist bei richtiger Lagerung auch noch nach 12 Monaten frisch und hält sich nach Anbruch circa drei Monate.

Inhaltsstoffe

Sesamöl besteht zu 42% aus einfach ungesättigten, zu 13% aus gesättigten Fettsäuren und zu 44% aus mehrfach ungesättigter Linolsäure.
Das Öl ist reich an Mineralstoffen, Spurenelementen, Lecithin und Cholin. Sesamöl enthält vor allem viel Kalzium.
Zwei wichtige Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) sind das Sesamin und das Sesamolin. Durch ihre starke antioxidative Wirkung sind sie einerseits dafür zuständig, dass das Öl relativ lange haltbar ist und andererseits haben sie eine starke gesundheitsfördernde Wirkung. Daher ist Sesamöl besonders gut für das Ölziehen geeignet.




Wirkung

Sesamöl hat positive Auswirkung auf die Herztätigkeit, die Blutgerinnung, den Cholesterinspiegel (wie fast alle naturbelassenen pflanzlichen Öle). Durch den hohen gut verwertbaren Kalziumgehalt ist Sesam gut für die Knochen. Es hilft somit Osteoporose vorzubeugen und festigt Knochen und Zähne. Das Magnesium im Öl unterstützt die Zellfunktionen. Der hohe Lecithingehalt fördert die Gehirnfunktionen. Außerdem ist Sesamöl besonders hautpflegend und hilf bei trockener und schuppiger Haut und hat sogar den Lichtschutzfaktor 2.

Ölziehen mit Sesamöl

Im traditionellen, indischen Ayurveda wird zum Ölspülen immer Sesamöl verwendet. Allerdings ist es das Öl aus gerösteten Samen. Doch im Ölziehen nach Dr. Karach sollte besser natives, ungeröstetes Öl benutzt werden, auch wenn das geröstete dünnflüssiger ist. Je dünnflüssiger ein Öl um so besser kann es in das Gewebe eindringen und somit Schlacken entfernen. Doch gehört auch das helle (ungeröstete) Sesamöl schon zu den dünnflüssigsten Pflanzenölen. Es ist zudem feiner und milder im Geschmack und enthält noch alle Nährstoffe. Sesamöl dringt von allen Ölen am tiefsten in das Gewebe im Mundraum ein und ist somit mit am effektivsten beim Abbau von schädlichen Stoffen, die darin gespeichert sind. Sesamöl hilft speziell bei Zahnfleischentzündungen und Parodontose.

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