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Olivenöl

Olivenöl ist eines der bekanntesten und meistverwendeten Öle. Mediterrane Küche ohne Olivenöl ist unvorstellbar. Das Öl lässt sich vielseitig einsetzen für kalte und warme Gerichte und es ist ausgesprochen gut für die Gesundheit. Olivenöl wird auch für viele Pflegeprodukte für Haut und Haar verwendet. Farbe, Geschmack und Geruch variieren je nach Anbaugebiet, Sorte (es gibt bis zu 150 verschiedene) und Reifegrad der Oliven. Je reifer die Oliven sind um so süßer und fruchtiger ist der Geschmack und je unreifer die Oliven sind um so würziger und bitterer wird er. Auch zum Ölziehen ist Olivenöl sehr gut geeignet.

Herkunft

Olivenöl

Frische Oliven und Olivenöl

Wie beim Lein ist auch die Olive eine sehr alte Kulturpflanze, die ursprünglich aus dem vorderasiatischen Raum stammt. Vor über achttausend Jahren wurden Oliven bereits als wichtiges Nahrungsmittel von den Ägyptern, Römern und Griechen angebaut. Heute liegen die Hauptanbaugebiete immer noch im Mittelmeerraum wie Italien, Spanien, Portugal, Südfrankreich und Kroatien.

Herstellung

Das hochwertige Öl wird aus dem Fruchtfleisch der Oliven gewonnen. Die Oliven werden nach der Ernte gleich weiterverarbeitet, sie werden gewaschen und anschliessend komplett mit Kern zu einer weichen Masse zermahlen.




Beim Pressen wird diese Masse aufeinander geschichtet und hydraulisch gepresst. Im Auffangbecken trennt sich das leichtere Öl vom Fruchtwasser und schwimmt oben. Mittlerweile wird meist zentrifugiert, da dies nicht so zeitaufwändig ist und die Früchte können ganz frisch verarbeitet werden. Dies bedeutet auch das mehr Öl in kürzerer Zeit gewonnen werden kann. Beim kaltgepressten Olivenöl überschreiten die Temperaturen auf keinen Fall 27°C. Bei anderen Verfahren wie der Raffinade oder Heißpressung gehen viele der Nährstoffe verloren.

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Qualität

Natives Olivenöl gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen.Die höchste Qualitätsstufe ist Natives Olivenöl extra. Am besten ist immer aus Bio-Anbau, wegen der Pestizid-Belastung. Vor allem zum Ölziehen empfiehlt sich nur Bio-Qualität, da ja mit dem Öl Gifte aus dem Körper „gezogen“ werden sollen. Natives Olivenöl kann sehr gut zum Kochen, Braten und Frittieren verwendet werden. Es kann bis zu 180°C erhitzt werden.

Lagerung

zu zwei Jahre gelagert werden. Dies ist durch seine besondere Zusammensetzung der Fettsäuren möglich. Wenn die Flasche oder Dose allerdings geöffnet wird, ist es ungefähr nur zwei Monate haltbar. Olivenöl kann bei ca. 16°C in der dunklen Speisekammer gelagert werden. Im Kühlschrank fängt es an auszuflocken, was aber die Qualität nicht verschlechtert. Diese festen Bestandteile lösen sich bei Erwärmung wieder auf.

Wird Olivenöl zu warm und nicht lichtgeschützt gelagert, wird es schnell ranzig. Das kann leicht am Geruch erkannt werden. Es ist zwar nicht gesundheitsschädlich, jedoch ist es geschmacklich nicht mehr gut und ebenso fehlen wertvolle Inhaltsstoffe.

Inhaltsstoffe

Olivenöl enthält bis zu 74% einfach ungesättigten Fettsäuren und 10% mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ein davon ist Linolsäure. Die Linolsäure kann allerdings nur in Verbindung mit Vitamin E vom Körper verarbeitet werden. Bei kaltgepressten nativen Olivenöl ist dies optimal vorhanden: 1g Linolsäure auf 1mg Vitamin E.

Mineralstoffe sind viel Kalzium, Natrium, Chlor und Phosphor enthalten. 100g Olivenöl enthält genauso viel Kalzium wie 100g Kuhmilch. Dafür sind im Olivenöl kein Kalium, Magnesium oder Schwefel zu finden.
Daneben kommen auch viele antioxidativen Stoffe, die sogenannten Polyphenole vor. Diese sind zuständig für die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung des Öls.

Wirkung

Olivenöl eignet sich nicht nur innerlich hervorragend für die Gesundheit, sondern auch äußerlich für die Haut. ( Tipp: ein sehr gutes Öl zur Hautpflege ist auch Aprikosenkernöl, mehr Informationen zum aromatischen Öl finden Sie hier ).  Durch den hohen Vitamin E Gehalt, den Antioxidantien und den essentiellen Fettsäuren ist das Öl besonders hautpflegend und ein optimales Antiaging-Mittel.

Olivenöl hilft innerlich eingenommen bei zu hohem LDL Cholesterin Wert und kann somit unterstützend präventiv somit gegen Arterienverkalkung und Herzinfarkt verwendet werden. Die essentiellen Fettsäuren des Olivenöls spielen für die Gesundheit ein wichtige Rolle. Vor allem die Linolsäure ist mit zuständig für das Herz, die Durchblutung und bei Diabetes.




Das Olivenöl kann auch die Funktionen von Leber und Galle unterstützen. Darüber hinaus soll es das Krebsrisiko senken und Depressionen lindern können. Olivenöl ist durch die Polyphenole entzündungs- und gerinnungshemmend und kann auch äußerlich bei der Wundheilung helfen.

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Ölziehen mit Olivenöl

Olivenöl bietet sich sehr gut zum Ölziehen an, da es fast jeder zu Hause in der Küche hat. Jedoch sollte hier unbedingt auf die Qualität geachtet werden. Natives Olivenöl aus ökologischen oder pestizidfreien Anbau ist hier zu empfehlen. Olivenöl ist neben Kokosöl besonders gut bei Wunden und Entzündungen im Mundraum geeignet. Wer gerne Olivenöl im Salat oder zum Kochen verwendet und es ihm auch schmeckt, der kann das Öl auch gut zum Ölziehen verwenden.