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Leinöl

Lein (auch Flachs genannt) ist die weltweit älteste Kulturpflanze, sie war schon bei den alten Ägyptern und Sumerern hochgeschätzt. Und wurde schon vor zehntausend Jahrenin der Schweiz verwendet. Lein (lat. Linum usitastissimum: „äußerst nützlicher Lein“) ist die einzige historische Ölpflanze im mittel- und nordeuropäischen Gebiet. Das Leinöl war schon im antiken Griechenland und bei Hildegard von Bingen als Gesundheitsmittel sehr beliebt. Heute wird Leinöl nicht nur gerne als hochwertiger Omega-3-Lieferant genutzt, auch zum Ölziehen wird es oft und gerne verwendet.

Herkunft und Hintergründe

Leinsamen und Leinöl

Leinsamen und kaltgepresstes Leinöl

Woher die Pflanze mit den blauen Blüten stammt, ist nicht erforscht. Weltweit wird dermeiste Öllein in Kanada angebaut, danach folgen Südamerika, China, Indien und Äthiopien.

In Europa sind die Ukraine und Frankreich die führenden Anbaugebiete. In Deutschland selbst wird Leinöl in Thüringen, Sachsen und im Allgäu, sowie in der Lausitz kultiviert. Mittlerweile gibt es auch in Ungarn Anbaugebiete, in denen alte Sorten für einen namhaften Biohersteller angebaut werden.

Herstellung

Das Leinöl wir aus den reifen Leinsamen der Pflanze durch Kaltpressung, Heißpressung oder Extraktion gewonnen.

Bei der Kaltpressung wird das Öl aus den Leinsamen nur mit geringem Druck und niedrigen Temperaturen (höchstens 40°C) in einer Schneckenpresse gewonnen. Die Ausbeute ist relativ gering - nur 30%. Dieses Öl ist hat einen kräftigen Geschmack und den typischen Geruch. Dieses Leinöl ist die beste Qualität mit allen hochwertigen Inhaltsstoffen.

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Bei der Heißpressung werden die gemahlenen Leinsamen unter hohem Druck bei Temperaturen um die 70°C gepresst. Bei diesem Verfahren ist die Ölausbeute wesentlich höher und beträgt fast 85%. Allerdings sind dann auch die meisten der hochwertigenInhaltsstoffe verloren gegangen. Zudem entstehen durch die Erhitzung sogenannte Transfettsäuren, die nachweislich gesundheitsschädlich sind.

Bei der Extraktion wird das Öl mit Hexan oder Benzol aus dem erhitzten Samenbrei gelöst. Anschliessend wird das Öl auf 100°C erhitzt um diese chemischen Stoffe wieder herauszulösen. Die Ausbeute beträgt hier 99%, allerdings gehen bei dieser Methode fast alle hochwertigen Nährstoffe verloren.

Qualität

Für die Küche und zum Ölziehen sollte nur natives bzw. kaltgepresstes Öl verwendet werden. Man erkennt diese an Färbung und Geruch. Leinöl hat auf Grund des hohen Omega-3- Fettsäuren-Gehalts einen leicht fischigen Geschmack. Raffinierte Öle sind so gut wie geruchslos und geschmacksneutral. Beste Qualität haben Öle von zertifizierten Bio-Herstellern.

Lagerung

Leinöl ist wegen seiner mehrfach ungesättigten Fettsäuren sehr oxidationsempfindlich. Es sollte immer dunkel und kühl aufbewahrt werden. Nach Anbruch ist es circa zwei bis drei Wochen im Kühlschrank haltbar.

Das Öl wird durch Licht, Sauerstoff und Wärme nach sehr kurzer Zeit bitter und ranzig. Es kann sogar im Gefrierfach aufbewahrt werden, da es schon bei -16°C bis -20°C flüssig wird. Leinöl hat meist eine Haltbarkeit von 3 Monaten ab Herstellung. Auch beim Händler sollte es dunkel und gekühlt gelagert werden.

Inhaltsstoffe

Gutes Leinöl ist wie erwähnt reich an Omega-3-Fettsäuren, insgesamt enthält es 18% einfach ungesättigte und 72% mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es hat viel Vitamin A, E, Lecithin (wichtig für Gehirnfunktionen), Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe).

Wirkung

Leinöl ist durch die Omega-3-Fettsäuren insgesamt gut bei Herz-Kreislaufbeschwerden und für die Gehirnfunktionen. Auch soll das Leinöl bei Diabetes helfen, es kann dabei helfen den Blutzuckerspiegel zu regulieren. 

Weitere Informationen zu den Inhaltsstoffen von Leinöl finden Sie unter lein-oel.org

Ölziehen mit Leinöl

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Das Leinöl wirkt im Mund- und Rachenbereich besonders heilend. In der Volksmedizin wurde das Öl unter anderem bei Asthma, Husten, Bronchitis und Heiserkeit eingesetzt. So kann es auch beim Ölziehen einen heilsamen Einfluss im Mundraum bewirken. Wegen des herben Geschmacks sollte es am besten 1:1 mit Sonnenblumenöl oder Kokosöl gemischt werden. Leinöl hält sich wegen seinem hohen Anteil an Alpha-Linolsäure nach Anbruch nur für kurze Zeit. Deshalb zum Ölziehen immer nur kleine Mengen zubereiten, und nacher im Kühlschrank aufbewahren.