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Ölziehen

Leitfaden über die antike Heilmethode Ölziehen [Ölsaugen, Ölziehkur].

Was ist Ölziehen?

Ölziehen (auch Ölkauen und Ölsaugen) ist eine ganzheitliche Heilanwendung, die auf antike Traditionen aus Indien und Russland zurückreicht. Dabei wird der Mundraum über einen bestimmten Zeitraum (unterschiedlich, je nach Methode) mit speziellen Ölen und Ölmischungen gefüllt und “gespült”.

Neben der Gesunderhaltung der Zähne, des Zahnfleisches und der Mundflora ist der wichtigste Nutzen des Ölziehens die Entgiftung. Insbesondere über die Zunge können spezielle Ölmischungen Schadstoffe aus dem Körper “ziehen”. Gerade antike Anwendungen des Ölziehens zielen deshalb nicht nur auf Mund- und Zahngesundheit, sondern auf die Vorbeugung und Heilung von chronischen Krankheiten durch Entgiftung.

Geschichte des Ölziehens

​Das​ Ölziehen ist eine Methode der Alternativmedizin. Man geht davon aus, dass sie aus dem Ayurveda stammt, der indischen Lehre vom gesunden Leben.

In der ayurvedischen Heilkunde wird das Ölziehen schon seit tausenden von Jahren bei vielerlei Beschwerden und Symptomen angewendet. In der ältesten ayurvedischen Schrift, der Charaka Samhita, wird schon das Ölziehen unter der Bezeichnung Kavala Gandoosha oder Kavala Graha beschrieben.

So kann das Ölziehen bei einer Vielzahl systemischer Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, Rheuma, Asthma, Psoriasis, Kopfschmerzen und Migräne, um nur einige zu nennen. Hier erschliesst sich ein enger Zusammenhang mit der ganzheitlichen Zahnheilkunde.

Ganzheitliche Zahnheilkunde

Die ganzheitliche Zahnheilkunde macht deutlich, warum Ölziehen zur Heilung systemischer Krankheiten beitragen kann.


Anwendungen

Sowohl antike Heiltraditionen als auch die moderne Alternativmedizin kennt viele verschiedene Anwendungen für Ölziehen und Ölkauen. Im folgenden findest du einen Überblick der wichtigsten Anwendungen und Wirkungen des Ölziehens.

Zähne und Mundflora

Gerade die präventive und heilende Wirkung auf den Mundraum ist am meisten erforscht. Hierzu gibt es vor allem indische Studien, die dies belegen. Weitere Forschungsergebnisse aus 2007-08 berichten von einer insgesamt erheblichen Verbesserung des Zahnfleisches und einem signifikantem Rückgang von Entzündungen durch tägliches Ölziehen.

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Beliebt ist Ölziehen als Mittel für weiße Zähne.​ In der Tat hat Öl die Fähigkeit Bakterien und Zahnbelag im Mund und auf den Zähnen zu "binden". Ob und wie genau eine Ölziehkur die Zähne weiss macht, haben wir in diesem ausführlichen Artikel auf den Punkt gebracht.

Ölziehen als 100% natürliche Mundspülung

In einer der Studien (englisch) wurde aufgezeigt, dass sich Streptococcus mutans Bakterien (Kariesbakterien) und Lactobacillus acidophilus im Mundraum schon nach einer Woche Ölziehen wesentlich reduziert hatten. Und zwar genauso viel wie in der Kontrollgruppe mit Chlorhexidin (chemische Verbindung die in vielen Mundspülungen enthalten ist).

Die Nebenwirkungen dieser chemischen Mundspülungen sind jedoch vielfältig. Unter anderem können sich Resistenzen der nicht erwünschten Bakterien im Mundraum bilden, und im Extremfall auch Geschwüre entstehen. Ölziehen ist eine 100% natürliche und durchgehend gesunde Alternative zu kommerziellen Mundspülungen.

Ölziehen gegen Parodontose

Parodontose Patienten haben nicht nur ein Problem im Mundraum; auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt (Heidelberger Studie). Dr. med. Wolfgang Koch, Vorstand der Deutschen Parodontose Hilfe und Zahnarzt, empfiehlt Ölziehen als Parodontose Behandlung und Vorsorge.

Schädlichen Mikroorganismen und Pilzen wird durch die Wiederherstellung einer gesunden Säure-Basen-Balance im Mundraum der Nährboden entzogen. Dies wiederum führt dazu, dass weniger Entzündungen und somit weniger Parodontose im Mund entstehen. Die Mund- und Zahnfleischgesundheit wird insgesamt verbessert.

Ölziehen gegen Mundgeruch

Indischen Forscher konnten auch feststellen, dass das Ölziehen die Bakterien und Beläge, die für Mundgeruch verantwortlich sind so weit reduziert, dass eine deutliche Verbesserung stattfindet. Dadurch stieg auch die Lebensqualität für viele der Testpersonen - und das ohne die potentiell schädliche Nebenwirkungen industrieller Präparate. Ölziehen bringt auf ganz natürliche Weise Frische in den Atem.

Ölziehen gegen Karies

In einer andere Studie aus 2008 (englisch) wurde die Anzahl der Kariesbakterien durch tägliches Ölziehen um bis zu 30 Prozent vermindert. Die Anfälligkeit der Testpersonen für Karies hat sich danach so stark reduziert, dass das Ölziehen als wirksame Kariesprophylaxe empfohlen werden kann.

Ölziehen gegen Zahnbelag

Das Ölziehen reduziert nicht nur die Kariesbakterien im Mundbereich, sondern verringert auch Zahnbelag. Schädlicher Zahnbelag entsteht durch ungesunde Ernährungsgewohnheiten, die die Bakterienstämme im Mund verändern und auch oft zur Übersäuerung führt. Ein zu “saures” Milieu greift die Zähne mehr an, als ein ausgewogenes basisches. Da Ölziehen den PH_Wert im Mundraum stabilisiert, ist es eine effektive Vorbeuge gegen Zahnbelag.

Ölziehen gegen Übersäuerung

Durch die vermehrte Speichelproduktion, die durch das Kauen des Öls hervorgerufen wird, wird das Milieu im Mund wieder basisch. Häufige Fehlernährung kann unter anderem zu einem chronisch sauren Milieu im Mundbereich führen.

Das Ölkauen ist hier besonders hilfreich um den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Lot zu bringen. 

Detox und Entgiftung

Ölziehen regt die Speicheldrüsen an, und fördert so die Ausscheidung von schädlichen und toxischen Stoffen aus dem Organismus. Der Blutfluss in den Drüsen erhöht sich durch das Ölziehen um das drei- bis vierfache, und bewirkt so eine bessere Durchblutung des Gewebes im Mundraum, was wiederum zu einer besseren Schlackenausscheidung führt. Der Körper befreit sich von den Giften und Säuren über das Ölziehen. Das Öl dient hier sozusagen als Müllschlucker. Wissenschaftlich belegt wurde dies vom russischen Arzt G.P. Malachow.

Nebeneffekt hier: eine feuchte Mundschleimhaut ist weniger anfällig für Krankheitserreger.

Wenn Sie Öl so lange im Mund bewegen, regt das die Tätigkeit der Speicheldrüsen an. Und Speichel enthält Eiweißkörper, die für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind: zum Beispiel Lysozym, das Bakterienhüllen auflöst, oder das Immunglobulin A, das sich an Krankheitskeime aller Art heftet, mit denen der Mensch schon einmal Bekanntschaft gemacht hat.

Prof. Jürgen Ußmüller, leitender HNO-Arzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Immunsystem stärken

Durch die Kau- und Saugbewegungen beim Ölziehen wird das komplexe periphere Lymph-System im Kopfbereich angeregt. Das Lymph-System hat eine große Bedeutung für das Immunsystem und bei der Reinigung der Zellen und des Bindegewebes.

Die Lymphe kann ihre Arbeit nur gut verrichten, wenn sie im Fluss ist. Dies kennen wir z.B. von gestauten Beinen, wenn wir zu lange sitzen staut sich die Lymphe und kann nur durch ausreichende Bewegung wieder in Fluss gebracht werden.

Genauso verhält es sich im Kopfbereich. Unterstützend helfen hier ein ausgeprägtes Mienenspiel, Massagen und eben das Kauen. Das Kauen und Saugen regt Muskelpartien im Schädelbereich an, die sonst nicht so gefordert werden. Das sind die Muskeln an den Schläfen, im Augenbereich, den Ohren und am Hals.

Die Lymphe kommt so wieder in Schwung und hilft Schlacken abzutransportieren. Nebeneffekt ist oft, dass Kopfschmerzen verschwinden und man eine jüngere Ausstrahlung hat. Auch der Allgemeinarzt Dr. Ernst Schrott in Regensburg spricht sich für die Anregung des Lymphstoffwechsels durch das Ölziehen aus.


Ölziehkur

Wenn du über einen bestimmten Zeitraum hinweg Öl ziehst, spricht man von einer Ölziehkur (Ölkur). Eine Ölziehkur über einen bestimmten Zeitraum hinweg ist der beste Weg, die Kraft des Ölziehens so richtig zu erleben!

Bei der Öziehkur musst du auf verschieden Dinge achten. Die Wahl des Öls (bzw. der Ölmischung), aber vor allem auch die Dauer sind wichtige Faktoren, die den Erfolg einer Ölziehkur beeinflussen. Weiter unten auf der Seite findest du empfohlene Produkte zum Ölziehen, sowie eine Schritt für Schritt Anleitung. Vorher aber wollen wir die wichtigsten Fragen zum Ölziehen hier beantworten:

Mit welchem Öl soll man Ölziehen?

Zum Ölziehen kann man entweder ein normales Basisöl verwenden, also Sonnenblumenöl, Sesamöl, Leinöl, Weizenöl, Kokosöl oder Olivenöl. Jedes Öl hat seine Vor- und Nachteile. Während im Ayurveda geröstetes Sesamöl verwendet wird, empfehlen moderne Heilpraktiker gerne Kokosöl.

Noch besser ist es wenn du ein spezielles Mundöl zum Ölziehen verwendest. Dies hat den Vorteil, dass neben einem Basisöl noch weitere biaoaktive Substanzen (wie ätherische Öle) enthalten sind, die zusätzlich positive Wirkung auf den Mundraum haben. ​

Wie dem auch sei, wähle selber aus welches Öl du verwenden willst. Hier findest du einen nützlichen Überblick aller Öle, sowie einen vertiefenden Artikel zum jeweiligen Öl. Weiter unten im Text stellen wir dann ein spezielles Mundziehöl sowie eigene Produkte zum Ölziehen vor.​

Sonnenblumenöl

​Die ursprüngliche russische Methode des Ölziehens verwendet natives Sonnenblumenöl. Das Öl ist günstig und für viele geschmacklich angenehm. Doch Vorsicht, gerade beim Sonnenblumenöl werden oft qualitativ minderwertige Produkte verkauft. Achte hier unbedingt auf einen vertrauenswürdigen Hersteller!

"Ölziehpabst" Dr. Karach empfieht für die auf russische Tradition basierende Ölziehkur Sonneblumenöl zu verwenden. In diesem Artikel über Sonnenblumenöl fassen wir uns detaillierter mit diesem sehr nährstoffreichen Öl auseinander.

Sesamöl

​Im ayurvedischen Ölkauen wird geröstetes Sesamöl verwendet. Dies ist allerdings für das hier beschriebene Ölziehen ungeeignet. Das Sesamöl sollte kalt gepresst und unerhitzt sein, so ist es auch vom Geschmack her recht neutral, vor allem, wenn noch ätherische Öle zugesetzt werden.

Sesamöl dringt tief ins Gewebe ein und holt schädliche Stoffe an die Oberfläche. Es hilft speziell bei Zahnfleischentzündungen und bei Parodontose. Außerdem enthält es die starken Antioxidantien Sesamol und Sesamolin.

Weitere Details zum Sesamöl kannst du hier nachlesen.

Leinöl

​Das Öl wirkt im Mund- und Rachenbereich besonders heilend. In der Volksmedizin wurde das Öl unter anderem bei Asthma, Husten, Bronchitis und Heiserkeit eingesetzt. Wegen des herben Geschmacks mischt man es am besten 1:1 mit Sonnenblumenöl. Leinöl hält sich wegen seinem hohen Anteil an Alpha-Linolsäure nach Anbruch nur für kurze Zeit. Deshalb nur kleine Mengen anmischen und am besten im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn es dich interessiert: hier kannst du mehr über Leinöl lesen.

Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl hat zahlreiche Inhaltsstoffe, die sich positiv auf den Körper auswirken. Es besteht vor allem aus ungesättigten Fettsäuren, ätherischen Ölen und vielen weiteren wirkungsvollen Substanzen. Insbesondere in den ätherischen Ölen sind circa 50 Prozent Thymochinon enthalten, das allerdings in großen Mengen toxisch wirken kann. In kleinen Mengen hingegen kann es auf allergische Reaktionen und Symptome regulierend wirken.

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Weizenkeimöl

​Das goldene Öl eignet sich wunderbar zur Wundheilung. Es fördert die Zellerneuerung und ist somit bei der Narbenheilung gut. Nach OPs im Mundbereich hilfreich. Weizenkeimöl verbessert den Stoffwechsel des Bindegewebes. Auch dieses Öl ist wegen dem hohen Anteil an hochungesättigten Fettsäuren nicht lange haltbar. Deswegen nur kleine Mengen kaufen.

Hier kannst du mehr über Weizenkeimöl erfahren.

Kokosöl

​Natives Kokosöl eignet sich hervorragend zum Ölziehen. Einerseits wegen seines angenehmen Geschmacks, andererseits, weil es starke antibakterielle Eigenschaften hat. Kokosöl ist für die Mundflora besonders gut.

Nicht umsonst ist Kokosöl das wohl beliebteste Öl zum Ölziehen, auch die Redaktion empfiehlt aus verschiedenen Gründen Kokosöl für die Ölkur zu verwenden. Einerseits weil Kokosöl in sehr hoher Qualität erhältlich ist, nicht zuletzt aber weil damit ein angenehmer Geschmack im Mund bleibt. Bei 20 Minuten Ölziehen ist das nicht unwichtig 😉

Wenn du mehr wissen willst, lies diesen ausführlichen Artikel über Kokosöl und Ölziehen.

Olivenöl

Olivenöl ist das wohl bekannteste und am meisten verbreitete Öl. Es fehlt in keiner Küche, denn nicht nur sein guter Geschmack sondern auch seine positive Wirkung auf die Gesundheit ist bekannt. Hochwertiges Natives Olivenöl kommt meist aus dem Mittelmeerraum, aus Kreta oder Italien.

Sehr wichtig beim Olivenöl ist die Qualitätsstufe. Gerade zum Ölziehen sollte unbedingt und ausschliesslich kaltgepresstes, natives Olivenöl verwendet werden​.

Hier kannst du mehr über Olivenöl lesen.​

Tipp: Unter Natrea.de. finden Sie eine tolle Auswahl an Ölen, die zum Ölziehen geeignet sind.

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Ölziehkur Dauer

  • Wie lange soll man das Ölziehen?

​Mittlerweile weiß man, dass die Dauer der Anwendung sehr wichtig ist. Das Ölsaugen und -kauen soll im Idealfall ca. 20 Minuten dauern. Diese Zeit braucht das Öl um in alle Winkel von Mund und Zahnfleisch, unter anderem in die Zahnfleischtaschen.

  • Wie lange soll eine Ölziehkur dauern?

​Bei den verschiedenen Quellen werden Zeiten von zwei Wochen bis zu drei Monaten für eine Kur angegeben. Man kann sich je nach Beschwerdebild nach den Angaben richten. Für ein effektives Ergebnis sind jedoch mindestens vier Wochen anzuraten. Bei chronischen Beschwerdebildern ist ein längerer Zeitraum angebracht.

Man kann das Ölziehen nach einer Ölkur auch immer wieder zwischendurch an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen machen.

  • Wann (zu welcher Tageszeit) soll man Ölziehen?

​ Am besten macht man das Ölziehen gleich frühmorgens nach dem Aufstehen, dies ist die wichtigste Zeit für das Ölziehen. Da der Organismus sich über Nacht versucht von den Toxinen und Ablagerungen zu befreien. Gerade im Mundbereich tummeln sich dann vermehrt unerwünschte Mikroorganismen. Dies ist oft am Zungenbelag zu erkennen. Dieser Belag verschwindet meist schon nach kurzer Zeit.

Bei einer kurmäßigen Anwendung kann das Ölziehen dann noch Mal mittags vor dem Essen und/oder abends vor dem Schlafengehen wiederholt werden.

Ölziehen Nebenwirkungen

Ölziehen und Ölkauen haben an und für sich keine unmittelbaren Nebenwirkungen. Wie bei jeder ganzheitlichen Anwendung, die auf Entgiftung und Entschlackung abzielt, können dennoch gewissen Reaktionen des Körpers auftreten.

​​Ölziehen kann deshalb durchaus einen Entgiftungsprozess in Gange, gerade bei Organismen die besonders belastet sind. Wie bei allen Entgiftungsprozessen können folgende typische Symptome auftreten: Erschöpfung, leichte Grippesymptome, Verdauungsstörungen, Anschwellen der Lymphknoten, aber auch Gereiztheit und Stimmungsschwankungen.

Dazu ein Zitat von "Ölzieh-Papst" Dr. Karach​​:

Der Eindruck einer Verschlechterung tritt besonders dann auf, wenn sich Krankheitsherde zu verflüchtigen beginnen.

Dr. Karach

Ganzheitliche Mediziner würden diese Symptome also positiv bewerten: es sind Begleiterscheinungen eines Reinigungsprozesses des Körpers. Im Zweifelsfall konsultiere dennoch den Arzt deines Vertrauens.

Ölziehen Erfahrungen

Mein persönliches Ölziehkur-Experiment ist eine 1-monatige Ölziehkur gewesen. In der Zeit habe ich viele Vorzüge des Ölziehens am eigenen Körper erleben können. 

Besonders auffallen war für mich das bewusste Gefühl etwas Gutes für den Körper zu tun. Denn für die meisten wird es ungewöhnlich sein, sich am Morgen 20 Minuten Zeit dafür zu nehmen, ein Öl im Mund zu haben und zu "ziehen". Diese Bewegung wirkt sich unmittelbar positiv aus (zumindest habe ich das so wahrgenommen). Man bewegt die Kau- und Lachmuskulatur, und ohne Zweifel hat das einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden.

Ich habe sofort eine unmittelbare Verbesserung der Mundgesundheit wahrgenommen: Zahnfleich, Zahnfleischtaschen, Zunge und Zähne fühlen sich nach dem Ölziehen subjektiv einfach viel weicher, sauberer und frischer an.

​​Ich persönlich verwende als Basisöl zum Ölziehen gerne Bio-Kokosöl, weil es sehr hochwertig ist, und ich den Geschmack mag (nicht unwichtig wenn man 20 Minuten am Stück im Mund hat!). Zusätzlich werte ich das Öl mit spezielle ätherischen Ölen aufwerten, ganz nach Lust und Laune. Hierfür verwende ich ein ätherische Öle Set der Firma Young Living.

Wenn du ein kurzes Video sehen willst, hier findest du einen persönlichen Bericht zum Ölziehen von Lisa, die ebenfalls ihre Erfahrungen mit Ölziehen mit uns teilt:


Empfohlene Produkte

Ob einfache Basisöle oder spezielle ätherische Öle zur Veredelung: du hast jede Menge Möglichkeiten deine Ölziehkur individuell und effektiv zu gestalten. Hier findest du die wichtigsten Produkte, die wir dir empfehlen können.

Mundziehöl

Ein Mundziehöl ist eine Ölmischung die spezielle Benefits für den Mundraum hat, und damit optimal zum Ölziehen geeignet ist. Da auch in Mundziehölen ein Basisöl wie Sesamöl enthalten ist, kommt der Entgiftungeffekt nicht zu kurz. Detox und Entgiftung ist ja nach wie vor der wichtigste Argument eine Ölziehkur durchzuführen.

Da wir persönlich sehr viel davon halten, ein spezielles Mundziehöl zum Ölziehen zu verwenden, haben wir hier einen eigenen Artikel dazu geschrieben.​

Zusätzlich hat ein Mundziehöl ganz speziell zum Ziel einen positiven Effekt auf Mundraum, Mundschleimhaut, Zunge und auf die Zähne. Wenn auch aufgrund der hochwertigen Zusammensetzung etwas hochpreisiger, empfehlen wir folgendes Mundziehöl zum Ölsaugen:​

Ölziehkur Set

Ein Ölziehkur Set ist eine fertige und speziell zum Ölziehen zubereitete Mischung aus Ölen und bioaktiven Inhaltsstoffen. Es soll dir die Entscheidung einfach machen, welches Öl du zum Ölziehen verwenden.

Das Ölziehkur Set das wir hier empfehlen vereint die 3 wichtigsten Basisöle: Sonneblumenöl (das von Dr. Karach empfohlene Öl, welches auch in der russischen Ölzieh-Tradition verwendet wird), Sesamöl (wie im Ayurveda verwendet) und Kokosöl (unser Lieblingsöl aufgrund von Geschmack und Inhaltsstoffen). Zudem ist das Ölzieh-Set mit aktiven Inhaltsstoffen und ätherischen Ölen angereichert, welche die Wirkung deiner Ölziehkur verstärken sollen. Ist dieses Ölziehset auch deine Wahl? 🙂

Ölziehkur Set
Ölziehkur Set
  • Ölemischung speziell Ölziehen
  • Mix aus Sonnenblumen- Sesam und Kokosöl als Basis
  • mit Myrrhe, Niaouli und Nelke bereichert
  • mit Wacholder- und Thymianöl

Natürliche Basisöle

Wir haben bereits weiter oben im Text die verschiedenen Öle aufgelistet, die für eine Ölziehkur geeignet sind. Nur wollen wir unser persönliches Lieblingsöl zum Ölziehen vorstellen. Wer nicht das Mundziehöl verwenden will, raten wir persönlich zu kaltgepresstem Bio-Kokosöl.

Es ist voller wertvoller Inhaltsstoffe und fühlt sich im Mund angenehm weich an. Kokosöl hat hervorragende antibakterielle und enzündungshemmende Eigenschaften. Und es schmeckt wie gesagt sehr gut... 😉 Hier unsere Empfehlung:

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  • Kokosöl nativ aus der 1. Kaltpressung
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Ätherische Öle

Viele Anwender verstärken die Wirkung der Ölziehkur, indem sie ausgewählte ästhetische Öle verwenden. Dazu mischt man einen oder mehrere Tropfen des gewünschten Öles ins Basisöl, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Aber Vorsicht: ätherische Öle zur Einnahme müssen 100% naturrein sein - verwende hier auf keinen Fall Billigprodukte!

Der Vorteil ätherischer Öle ist dass die Wirkungspalette so breit ist, dass man für jeden Bedarf das passende Öl finden kann, und das Ölziehen bereichern kann.


Buchempfehlung

Wer eine Ölziehkur zur Entgiftung machen will, dem empfehlen wir das Buch "Ölziehkur" von Dr. Bruce Fife. Der renommierte Mediziner zeigt auf, wie Ölziehen die Entgiftung des Körpers und die Heilung chronischer Krankheiten unterstützen kann. Hier gehts zu diesem Bestseller:

Ölziehkur Buch
Die Ölziehkur

"Der renommierte Arzt und Sachbuchautor Dr. Bruce Fife hat eine Kur entwickelt, die die Wirkungen des Ölziehens noch verstärkt. In diesem Buch erläutert er die Anwendung und informiert ausführlich über die Vorteile dieser uralten, jetzt wiederentdeckten Heilmethode."


Schritt für Schritt Anleitung

Jetzt gehts an die Umsetzung: hier findest du eine einfache Anleitung, in der alles steht was du beim Ölziehen wissen musst. Wie immer gilt: "Probieren geht über Studieren" 😉

Schritt 1: Die Vorbereitung

Die Anwendung sollte frühmorgens unbedingt immer nüchtern stattfinden. Vorher kein Wasser trinken, da somit die im Mundraum angesammelten Toxine, Bakterien und Pilze wieder in den Körperkreislauf gelangen. Prothesenträger sollten diese nicht einsetzen bzw. vor der Anwendung herausnehmen.

Ein Löffel voll Kokosöl

Ein Löffel voll Kokosöl

Man beginnt indem man einen Esslöffel des Öls in den Mund nimmt. Manche fügen dem Öl etwas Zitronensaft hinzu, da es dann etwas schmackhafter und das Ölziehen so leichter durchführbar ist.

Es ist auch möglich bei bestimmten Beschwerdebildern dem Öl zum Ölziehen ätherische Öle hinzuzufügen:

  • Anis und Fenchel sind gut bei Atemwegsbeschwerden und wirken befreiend auf die Schleimhäute.
  • Lavendel hilft bei Nervosität und entspannt.
  • Pfefferminze wirkt bei Kopfschmerzen.
  • Rosmarin ist kreislaufanregend und belebend. Vorsicht bei Bluthochdruck, hier nicht verwenden.
  • Teebaumöl ist desinfizierend und ist bei Entzündungen hilfreich.

Am besten bereitet man im Vorfeld eine Mischung mit den ätherischen Ölen, die man über die Dauer der Kur verwenden kann. Auf eine Menge von 100ml circa 3- 5 Tropfen geben. Auf eine Menge von 500ml reichen allerdings 12- 15 Tropfen des jeweiligen Öls. Beim Einsatz von Aromaölen gilt immer: weniger ist mehr.

Schritt 2: Das Öl kauen, ziehen, saugen, schlürfen

Wenn das Öl das Öl in den Mund genommen hat, bewegt man dieses im Mund für am besten 20 Minuten hin und her. Dies erreicht man, in dem man auf dem Öl kaut, es von einer Backenseite zur anderen bewegt. Das Öl sollte auch durch die Zähne zu den Backenseiten gedrückt und wieder zurückgesaugt werden.

​​Man kann kurze Pausen einlegen um dem Öl die Gelegenheit zu geben in die Schleimhäute einzuwirken.

Der gesamte Vorgang sollte entspannt und nicht mit Anstrengung durchgeführt werden, so dass keine Muskelkrämpfe im Mundbereich entstehen. Sollte dies doch der Fall sein, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass das Muskelgewebe übersäuert ist. Dies wird sich aber durch das Ölziehen schnell ändern.

Auf keinen Fall gurgeln und nichts von dem Öl schlucken. Im Öl sind die Toxine und Bakterien gelöst, die man ja durch das Ölziehen ja loswerden will. Ein Verschlucken wäre hier kontraproduktiv.

Schritt 3: Das Öl entsorgen

Das Öl wird zum Ende hin immer dünnflüssiger, was daher kommt, dass es mit dem Speichel emulgiert ist. Auch ist es dann weißlich verfärbt. Jetzt kann das Öl ausgespuckt werden.

Am besten spuckt man es in Papierküchentuch oder ein Kosmetiktuch und entsorgt es über den Hausmüll. So verhindert man das die Gifte und Bakterien in den Wasserkreislauf kommen. Außerdem wird dann das Waschbecken nicht ölig.

Im Anschluss wird der Mund gründlich mit Wasser ausgespült und das Wasser ausgespuckt um so Reste des Öls aus dem Mund zu entfernen.

Wenn doch mal etwas Öl verschluckt werden sollte, dann spuckt man das restliche Öl aus und beginnt von neuem.

Auch wenn es am Anfang ungewohnt ist, man gewöhnt sich schnell an das Ölziehen. Viele finden es sogar angenehm, da sie die tollen Effekte spüren.

Schritt 4: Zähne putzen

Anschliessend sollten die Zähne gründlich geputzt werden. Wer Zahnseide oder Zahnsticks verwendet kann diese ebenfalls einsetzen. Es ist keine Zahnpasta notwendig. Man merkt sofort wie glatt und die Zähne nach dem Ölziehen sind.

​​Es bleibt ein angenehmes Mundgefühl zurück. Viele berichten auch, dass ihre Zähne nach mehreren Anwendungen weißer geworden sind.

Bei entzündetem Zahnfleisch oder Pilzinfektionen kann die Zahnbürste mit einem Tropfen Teebaumöl desinfiziert werden.

Ich wünsche dir viel Spass und Erfolg mit deiner nächsten Ölziehkur 🙂

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